Omas Jahre

1831 – Neustrelitz: “Es brennt !”

 1. Januar 1831 Es brennt zu Neujahr in Neustrelitz Der erste Morgen des neuen Jahres war für uns kein erfreulicher. Etwa gegen 5 Uhr schreckte das Rasseln der Trommeln, das Lärmblasen der Hornisten unsrer Garnison und der Feuerruf der Nachtwächter, die friedlichen Bewohner der Residenz aus den sanften oder wilden Träumen der Sylvesternacht. Der Giebel und das Sparrwerk des Kaufmann Lübkeschen Hauses in der Glambecker Straße stand in lichten Flammen und nur der regen Thätigkeit der herzuströmenden Residenzbewohner, welche von einer totalen Windstille begünstigt wurde, haben wir es zu verdanken, daß die Wuth des zerstörendes Elements nicht weiter um sich griff und sich nur auf die...

Bayern 1806 – “Rückführung unerwünschter Zuwanderer u.a. Individuen”

Am 21. März des Jahres 1807 veröffentlichte das Königlich Baierische Intelligenz-Blatt aus München folgende amtliche Bekanntmachung: Vorgestellt in neuzeitlichen Lettern lautet der Text:   Bekanntmachung. Von dem zur Landessicherheit in Baiern ausgestellten Polizeykordon wurden vom 1ten December 1805 bis letzten Dezember 1806 angehalten, und theils über die Landesgränze, theils in ihre Heimat, theils auch an die einschlägigen Gerichte und Aemter geliefert: 8 Mörder 1 Strassenräuber 172 Diebe 28 Betrüger 122 Schwärzer (*) 22 Wildschützen 19 Holzfrevler 101 Hausirer 1478 Polizeyübertreter 350 dießseitige und 4299 auswärtige Deserteurs 4622 Vaganten (**) 3500 Bettelleute in allem 14720...

1876 – Vermehrung der Hühnereier

Hier zeige ich Euch einen alten Zeitungsartikel (unbekannter Herkunft), in dem die Geflügelzüchter des 19. Jahrhunderts eine Methode kennenlernen, wie sie die Produktion ihrer Legehennen steigern können. Eier zu vermehren, daß die Hühner, im Winter wie im Sommer, schöne Eier, oft mit 2 Dottern legen, wie macht man das? Es ist eigentlich kein neues, aber zu wenig bekanntes Mittel. Also: Man trockne in einem Backofen sehr gut die Schaalen oder sogenannten Gülsen von Leinsamen, welche man sonst wegwirft, und lasse sie dann fein oder klein mahlen. Davon nimmt man z. B. eine Maaß und läßt sie im Wasser sieden; ist dieses geschehen, so thue man dazu eine Maaß Waizenkleie und so viel Eichelmehl...

1843 – Nachrichten vom 16. August

Veröffentlichungen im Fürther Tag-Blatt No.: 130 vom Mittwoch, den 16. August 1843: München: Im kommenden Jahr (1844) soll das Oktoberfest am 1. Oktober beginnen. Es erhält um so größeren Glanz und höchstes Interesse, weil nämlich zuvor die „Versammlung deutscher Land- und Forstwirthe“ – mit allergnädigster Genehmigung Seiner Majestät des Königs – in München stattfinden wird. München: Die Münchner Gend’armen bekommen Gewehre mit bronzierten Läufen. Die bisherigen mit glänzendem Lauf erwiesen sich als untauglich, sie blinkten im Lichte der nächtlichen Beleuchtung und erwiesen sich für lichtscheues Gesindel quasi als Hinweis auf eine drohende Gefahr. Regensburg: Für den hier...

1844 – Stubenmädchen sucht Anstellung

Tagesblatt Bayern Juli 1844 Stellen-Gesuch Ein Mädchen, welches schon 8 Jahre als Stubenmädchen diente und in allen häuslichen Arbeiten, wie auch im Kleidermachen, besonders im Bügeln und Weißnähen erfahren ist, auch Liebe zu Kindern hat, sucht in gleicher Eigenschaft wieder unterzukommen. Näheres gibt es zu erfahren in der Albrecht-Dürer-Gasse 6 II. Stock. – – o – –

1830 – Gäststätten-Konzessionen in Lübeck + Bergedorf

In den Zeiten der „Vier Freien Städten des Deutschen Bundes“ erließ der hohe Rat der Hansestadt Lübeck etliche Verordnungen im Rahmen der Anpassung an einen gemeinsamen Standard ihrer Gerichtsbarkeit, welche auch Bergedorf einbezog. Hier die 1830iger Verordnung zur Erteilung / Gewährung einer Betriebserlaubnis für Gaststätten und Beherbungsgewerbe mit Alkoholausschank. 1830, Jul. 30. Verordnung wegen der Wirthschaften und Krüge in Bergcdorf. Demnach die bisher in dem Städtchen Bergedorf bestandene Freiheit, Krugwirthschaften zu halten und Wein, Bier und Branntwein zu schenken, eine übergroße Zahl von Wirthschaften und Krügen veranlasset, auch sonst manche nachtheilige Folgen gehabt hat...

1816 – Hammelfleisch mit Peterling

Hammelfleisch mit Peterling. Nimm eine Hammelsbrust, haue solche in kleine Stücke, wasche sie, lege sie noch eine halbe Stunde in frisches Wasser; wasche sie wieder heraus, setze sie mit heißem Wasser undSalz zum Feuer, und laß sie eine Stunde sieden. Dann mache Butter in einem Fußhafen heiß, röste nach Gutdünken Mehl gelb darinnen; lege das Fleisch aus der Brühe in das geröstete Mehl. Laß es mit einer Zwiebel ein wenig dämpfen, fülle es hernach mit der Brühe, worinn das Fleisch gesotten worden, auf und thu Muskatennuß, Peterlingkraut und Wurzeln, welche aber zuvor sauber geputzt, gewaschen, mit siedendem Wasser angebrüht, wieder abgegossen und ausgedrückt werden müssen, daran. Laß es so...