Omas Jahre

ca. 1870 – modernste Nähmaschinen

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In den Illustrierten konnte die interessierte Hausmutter sich darüber informieren, welche neusten “Maschinen” den Markt eroberten, um die Arbeiten im Haushalt zu erleichtern. Für die Dienstboten ergab sich hieraus die Möglichkeit, sich zu profilieren. Ab sofort gab es die Haushaltshilfen, die mit den modernen Nähmaschinen umzugehen verstanden und darüber einen Mehrwert für die “Herrschaften” darstellte, der sich in einem höheren Lohn und größeren Freiheiten im Tagesablauf einer dienenden Angestellten widerspiegelten.
Vergessen wir nicht, dass gut 1/4  weiblichen Bevölkerung in die Städte zog, um hier ihren Lohn und ihr Brot zu verdienen, wohl wissend, dass es dafür bereits ein massives Überangebot gab, die Verdienstaussichten nur wenig  mehr als Kost und Logis waren und die geringen persönlichen Freiheiten bei täglichen Dienstzeiten von 20 Stunden (durchgehende Bereitschaft) an 6 Wochentagen kaum Luft zum Atmen boten.
Gutes Personal war den herrschaftlichen Haushalten sehr wohl etwas wert, aber solches war eben selten, denn die Ausbildungskosten mussten die angehenden Hilfskräfte selbst entrichten und die Ausbildungsstätten gab es fast nur in Großstädten mit hohen Lebenshaltungskosten.

 


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