Omas Jahre

1915 – Kochen und Braten im 1. Weltkrieg (2/5) mit dem Kochbeutel

1915 – Ueber das Kochen und Braten im 1. Weltkrieg
(Teil 2 von 5)

D E R      K O C H B E U T E L

Dieser Blog berichtete bereits gerade erst über die Ideen der kaiserlichen  Regierung und ihre Bitte an die Bevölkerung sparsam zu wirtschaften, Lebensmittel zu sparen und so wenig Brenn- und Heizmaterial zu verwenden wie es  nur möglich ist.
Alles für das Vaterland, das sich im Kampf gegen einen bösen Feind befand.

Hier veröffentlichen einen weiteren Teil der
“ANWEISUNGEN  ZUR  EINFACHEN  UND BILLIGEN  ERNÄHRUNG”

Das Feuerungsmaterial muß richtig benutzt und ausgenutzt werden.
Man soll die Küche mit wenig Feuerungsmaterial oder Gasverbrauch bestreiten —
wie folgt:

Alle Gerichte, welche ohne besondere Tunke gekocht werden können, ob Fleisch, Gemüse oder Reis, Graupen, Hülsenfrüchte oder Obst, können ½ Stunde in fest geschlossenem Topf angekocht werden, dann wickelt man den Topf sofort in ein Zeitungsblatt fest ein, wiederholt das fünfmal und legt ein Tuch oder eine Decke darauf, um Zug fernzuhalten oder steckt den eingewickelten Topf in einen Selbstkocher „Kochbeutel“.
In 4—6 Stunden ist das Gericht gar und kann zu jeder Tageszeit fertig erwärmt, abgeschmeckt oder bündig gemacht werden.
Statt des Papiers kann auch eine Kochkiste als Selbstkocher verwendet werden, die es übernimmt, die durch Ankochen erzeugte Hitze im verschlossenen Kochtopf zu erhalten. Selbstverständlich darf der Selbstkocher vor dem Herausnehmen der Speisen nicht geöffnet werden, sonst bedürfen die Speisen eines nochmaligen Aufkochens.

Schreiben Sie bitte Ihre Meinung hierzu

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