Omas Jahre

1915 – Kochen und Braten im 1. Weltkrieg (4/5) mit dem Kochofen

1915 – im 1. Weltkrieg – bekam die Bevölkerung Hinweise, wie sie sparsam haushalten könne und solle. Dazu gehörte auch eine Anweisung, wie ,man einen zum Kochen nutzbaren Ofen energiesparend betreiben konnte.

1915 – Ueber das Kochen und Braten im 1. Weltkrieg (Teil 4 von 5)

Die vorteilhafte Nutzung des Kochofens.

1. Kocht man mit Briketts, so kann man wenn der Kochofen nicht im Schlafraum steht, ein Brikett in Papier wickeln, dasselbe abends auf die verglimmende Glut legen, die Ofenzüge zumachen und man wird am Morgen das verglühte Brikett finden.
Dann
genügt das Einstellen des Kochtopfes in den Bratofen des Kochofens.

2.  Man kann Nahrungsmittel vor ihrer Bereitung in Wasser aufquellen. Hülsenfrüchte, Backobst, Speck, Speckschwarten, Reis, Graupen, sie werden größer und verschlucken mehr Wasser wie frische Nahrungsmittel, daher brauchen sie mehr Zeit zu ihrer Bereitung.

3. Man kann frische Nahrungsmittel schnell bereiten, indem man sie auf hellem Feuer hintereinander weich kocht, aber nicht stundenlang schmoren läßt.

4. Schmoren kann man Fleisch und Gemüse, wenn man sie in Fett anbratet, dann die Zutaten daran gibt, auch die Menge der Fllüssigkeit, die zur Tunke gebraucht wird, und sie dann nach Nr 1 behandelt, da sie zum Weichwerden Zeit, aber keine Hitze brauchen, welche sie nur hart machen würde.

5. Braten kann man nur in heißem Fett. „Wann ist das Fett heiß, um es zum Braten verwenden zu können?”
a) Wenn es in der Pfanne aufhört, Geräusche auszustoßen, dann
b) ist alle den Fetten anhängende Flüssigkeit verdampft und es besteht keine Gefahr mehr, daß die Dinge, die gebraten werden sollen, kochen und nicht braun werden.
c) Das Fett muß nicht nur still sein, es muß auch leichten Dampf zeigen
d) Man legt die zu bratenden Stücke in das Fett, aber nur nach und nach, denn sonst kühlt sich das Fett ab und die Stücke kochen statt zu braten.

Man kann nur bei größerer Hitze als kochendes Wasser hat, braten und backen.

Solange sich noch Feuchtigkeit in heißem Fett befindet, ist Braten unmöglich und gebratene Speisen mißraten.

Der Sinn des Einwälzens von Nahrungsmitteln in Mehl und geriebener Semmel ist, sie so trocken wie möglich in das heiße Fett zu bringen.

Es ist deshalb auch falsch, die Backstücke lange vor dem Braten einzuwälzen, weil die Panade aufweicht.

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