Omas Jahre

ca. 1900 – Wettersprüche des Herbstes

Es ist Gottes gütiger Wille,
daß die Leute das Wetter nicht selber machen können.

Wer auf den Wind achtet, der säet nicht,
wer auf die Wolken achtet, der erntet nicht.

Abendrot – gut Wetterbot‘
Morgenrot – schlecht‘ Wetter droht.

Viel Regen, viel Dreck.

Wenn’s heftigst donnert, schlag Dein Gebetbuch auf. 

Ein teures Thalerlicht schützt auch nicht mehr vor dem Blitz,
als eine geringe Pfennigskerze.

Kommen die Möven in Scharen gen Land geflogen,
folgt ihnen ein Sturm.

Wenn auf dem Feld die Krähen schrei’n,
eil dich, es stellt sich Regen ein.

Wenn die Mücken tanzen, gibt es gutes Wetter.

Viel Heu, wenig Korn.

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