Omas Jahre

19.Jh. – Bauernsprüche für den Herbst

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Stellt sich im Herbst viel Nebel ein, so wird’s ein derber Winter sein.

Wenn der Wind arg über’s Stoppelfeld weht, der Sommer seines Weges geht.

Helles Nordlicht an des Himmels Höh’, weiset auf frühes Eis und Schnee.

Schaut der Has’ aus wie Pudel, bleibt der Keiler dicht beim Rudel,
Kannst’ sicher sein, es friert dies Jahr Dir Stein und Bein.

Wandert die Feldmaus in Dein Haus, bleibt der Frost nicht mehr lange aus.

Vergräbt sich der Hamster tief in seinen Bau, wird’s ein Winter kalt und rauh.

Posiert der Feldhas’ in langem Gelock, sorg Dich um Deinen Winterrock.

Zieh’n fort die Gäns’ und die Ammer, ist’s bald morgens eisig in Deiner Kammer.

Sind Vögel, Dachs und Hase fett, beschaffe Dir ein dickes Winterbett.

Kommt hoch am Himmel der Kranich geflogen, kommt bei uns unten der Winter gezogen.

Blühen die Rosen noch spät im Garten, kann man einen gelinden Winter erwarten.


Beigesteuert von Kurt, Cottbus

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