Omas Jahre

Ab 21.März 1871 “Fürst” Otto von Bismarck!

Jubiläum.

150 Jahre  ” Fürst Bismarck “

Ganz gleich wie man drüber denkt, das hatte er sich im Dienste für seinen Kaiser und seine Idee vom Deutschen Reich wahrlich verdient.

1862 – er war damals “noch” Freiherr – erschien über ihn und seine Ernennung zum Premierminister folgende Nachricht:

“Der neue preußische Premierminister, Otto Freiherr von Bismarck-Schönhausen, ist 1813 zu Brandenburg geboren, und hat sich frühzeitig auf den preußischen Provinziallandtagen als warmer Vertheidiger des Konservatismus in der vaterländischen Regierungsform bethätigt. 
Er trat auf der preußischen Nationalversammlung von 1847 als Bekämpfer aller Anträge auf Erweiterung der ständischen Rechte, als Fürsprecher des unumschränkten monarchischen Regierungssystems, und 1848 als Mitbegründer und Führer der neupreußischen Partei auf.
Im Mai 1851 wurde er nach Wiederherstellung des Bundestages zum Legationsrath und im August desselben Jahres zum bevollmächtigten Minister Preußens bei der Bundesversammlung ernannt.
1852 nahm er als Mitglied für Brandenburg, trotz seiner Stellung in Frankfurt, an den Verhandlungen der zweiten preußischen Kammer theil, wo er seinen politischen Ansichten treu blieb.
1852 wurde er nach Berlin berufen, um sich später nach Wien in diplomatischen Aufträgen zu begeben.
Verschiedene Male führte er provisorisch das Präsidium der Bundesversammlung in Frankfurt.
Am 20. März 1859 erfolgte seine Ernennung zum Gesandten in St. Petersburg;
1861 wurde er nach Paris versetzt, um am 24. September dieses Jahres endlich berief ihn der König zum Ministerpräsidenten und Minister der auswärtigen Angelegenheiten.
In jeder Ministerkrisis war von Bismarck’s Name seit 3 Jahren aufgetaucht: endlich ist er an die Spitze getreten, in einem Momente, wo Kammer und Regierung im gefährlichen Konflikte standen. Welcher Politik man sich von ihm zu gewärtigen habe, ist bei diesem offenen Charakter leicht zu wissen, wenn man sich seiner Aeußerung von 1851 erinnert: daß, wenn das Budget nicht zu Stande komme, der König kraft seiner königlichen Gewalt , die älter sei als die Verfassung, ohne Budget fortregiere. Damit ist sein Programm auf’s Prägnanteste ausgesprochen, da der neue Premier in Frankfurt, St. Petersburg und Paris seine Grundsätze nicht wesentlich geändert haben wird.”

Da sag einer, dass konservative Ausrichtung immer zum Scheitern verurteilt sein muss.
Kein Wunder also, dass der Vorname “Otto” eine regelrechte Wiedergeburt erlebte, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts anhielt.
In Verbindung mit “der Große” war man sich lange Zeit  nicht sicher, von welchem “Otto” gerade die Rede war.
Aber sei’s drum, damals waren die Zeiten eben so.
Auch der übergeschnappte Napoleon hatte als drittgrößter Feldherr aller Zeiten (nach Dschingis und Constantin) komplett versagt und nichts als Chaos hinterlassen. Alle Hoffnungen auf einen einheitlichen, bürgerlicheren, demokratischeren Staat waren inzwischen pure Hirngespinste geworden.
Otto von Bismarck spürte diesen Zeitgeist. Er sah seine Chancen, nutzte sie, rackerte sich  bis ganz nach oben und legte die Basis für einen preußischen Deutschen Staat.
Ihn zu kritisieren und über ihn zu meckern ist einfach.
Viele, die am 1. Weltkrieg teilnehmen mussten, haben währenddessen und danach die bedachte und nicht spontane Meinung vertreten, dass es diesen Krieg unter Bismarcks Staatsleitung nicht gegeben hätte. Man erinnere sich daran, dass Bismarck die Lage so einschätzte, dass Deutschland saturiert sei. Das machte ja auch Sinn. Er kannte sich aus und hatte den Grips für eine derartige Beurteilung. Nicht umsonst ist er noch heute eine allseits anerkannte Persönlichkeit deutscher Geschichte.

Concierge – 21.03.2021


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