Omas Jahre

1820 – Behandeln der Flecken von Säuren

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Anweisungen und Regeln
für
die erfahrene Hauswirthschafterin
zu wohlfeiler Hülfe
bei der Führung ihres Haushalts.
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Freie Hansestadt Bremen
~1820

 

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Bremisches Kochbuch Auflage 3 – ~ 1820 – Betty Gleim

Flecken durch Säuren

So etwas gaben unsere Ururgroßmütter bei einem Pflausch unseren Urgroßmüttern mit auf den Weg:
Diese sind nur dann zu vertilgen, wenn die Flecken von Pflanzensäuren herrühren.
Diese, wie Essig, weißer Wein, Obst etc. färben einige blaue Farben leicht roth, dunkle Farben hell.
Man darf diese dann nur mittelst eines Pinsels mit Salmiakgeist bestreichen, oder sie mit einer Auflösung von 1 Theil trocknen Ammonium oder flüchtiges Laugensalz in 12-16 Theilen Wasser, netzen; gewöhnlich kommen dadurch die Farben der Zeuge wieder hervor.
Nachher kann man, besonders wenn man etwas zu viel von jener Flüssigkeit genommen haben sollte, die Stelle ein wenig, doch nicht zu lange, ans Feuer bringen, oder eine schwache Säure anwenden.
Flecke von frischem Urin, (der sich den Säuren nähert), werden eben so behandelt.

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(K002b/546 – Nro.1G)


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