Omas Jahre

Leon (11) fragt: “Wie haben die Omas ganz früher eingekocht?”

Leons Mail:

Habt ihr in euren Kochbüchern auch Rezepte gefunden, nach denen eure Uromas Anno Knipps ohne Strom und ohne Gummiringe eingekocht haben?

 

Concierge antwortet:
“Lieber Leon,
eine bemerkenswerte Frage. Vielen Dank für Dein Interesse.
Gerade sind ja die Vorratskeller wieder voller Sturz-, Schraub-. Weck- und sonstige Gläser mit Eingekochtem und Eingelegtem.
Wir kümmern uns darum, stöbern in unseren Büchern nach Eintragungen. Henrietta und Gitti beginnen in den Koch- und Wirtschaftsbüchern aus den Jahren 1800 und 1805, arbeiten sich vor und melden jeden Fund.
Hab nur ein wenig Geduld.

Vorab:
Soweit wir feststellen, wurde zu Zeiten unser Vorfahren im Vorratskeller gelagert und eingelegt, gepökelt und  geräuchert,  getrocknet und gedörrt, auch gekühlt und eingefroren.
Die Begriffe “etwas einzukochen oder das Einkochen” wurden im 19. Jahrhundert überwiegend als Erklärung für das Reduzieren einer Flüssigkeit in eine weniger flüssige Substanz verwendet.
Durch das “Einkochen oder Reduzieren” in einem offenen Topf wird Flüssigkeit aus einer Speise verdunstet und der Inhalt des Topfes  wurde dadurch “cremiger bzw.  trockener”.
Wir suchen also auch unter Vacuumieren bzw. Vakuumieren, conservieren bzw. konservieren und ähnlichen Begriffen.”

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Gitti antwortet:
Die Schrift ist “Fraktur” und für Dich vielleicht nur schwer zu entziffern, aber versuche einmal den Bericht:

“Die Kunst, alle animalischen und vegatabilischen Substanzen mehrere Jahre zu erhalten.
Herausgegeben auf die Aufforderung des Ministers vom Innern in Frankreich von Appert.”

Dieser Bericht wurde 1811 aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt und in Wien veröffentlicht.
“Hier klickst Du !” 

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