Omas Jahre

“Grünkohl zu machen” um 1800 bis 1825

Unsere Freundin “Nicole” hat sich bei ihrer Großmutter nach Erinnerungen aus den alten Zeiten erkundigt und ihr dabei von unserem Blog erzählt. Kurz danach war sie bei ihrer Großmutter prompt zum Essen eingeladen. Es gab Grünkohl nach Art der Großmutter ihrer Großmutter.
Ein noch nie im Kreis der modernen Familie “ausprobiertes Rezept” aus ganz, ganz grauer Vorzeit.
Hier ist es. Nicole hat es uns geschickt:

Grünkohl wird rein gelesen, die gelben Blätter hinweg genommen, von den Stielen abgestreift, gewaschen und in Wasser mit Salz gekocht.
Wenn er weicht gekocht ist, gießet man das heiße Wassere rein davon ab, legt ihn in kaltes Wasser, drückt ihn aus und hackt ihn recht fein.
Hierauf macht man Butter, Schweine- oder Gänseschmalz heiß, röstet darin ein paar Löffel voll Mehl lichtbraun, thut eine klein gewiegte Zwiebel, wie auch den Kohl hinein und läßt ihn eine Weile dämpfen.
Man verdünnet ihn alsdann mit Fleischbrühe und läßt ihn mit Zucker, Pfeffer und, wenn es nöthig ist, mit etwas Salz durchkochen und bestreuet ihn beim Anrichten mit Muskat.
Will man den Geschmack noch erhöhen, so kann man eine beliebige Anzahl Kastanien kochen, einige davon in den Kohl thun und beides einige Male mit einander aufkochen lassen, die übrigen aber in zerlassener Butter und Zucker eine Weile dämpfen und beim Anrichten den Kohl damit belegen.
Anstatt der Kastanien kann man auch kleine, gekochte, geschälte und in Butter mit Zucker geröstete Kartoffeln anwenden.
Man giebt ihn zu Schinken, gepökelten oder geräucherten Zungen, Gans, Bratwurst u.a.m.

14.12.2020


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