Omas Jahre

1820 – Waschen lederner Handschuhe

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Anweisungen und Regeln
für
die erfahrene Hauswirthschafterin
zu wohlfeiler Hülfe
bei der Führung ihres Haushalts.
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Freie Hansestadt Bremen
~1820

 

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Bremisches Kochbuch Auflage 3 – ~ 1820 – Betty Gleim

Anweisung zum Waschen lederner Handschuhe.

Was eine Ururgroßmutter einer anderen Ururgroßmutter beim Plausch als Ratschlag gab:

Die Handschuhe werden einige Stdn. in reines kaltes Flußwasser eingeweicht, und dann in lauem Wasser mit weißer Seife, gleich anderer Wäsche, jedoch behutsam, rein gewaschen. Hierauf spült man sie in reinem Wasser gut ab, und legt sie, der Länge nach, auf ein trocknes Leinentuch neben einander, wickelt sie dann der Länge nach mit dem Tuch zusammen, so wie man einen Bogen Papier zusammenrollt, und ringt sie so recht gut aus, daß gar kein Wasser darin bleibt; alsdann zieht man sie behutsam in ihre gewöhnliche Form, und hängt sie an die Luft, im Schatten, zum Trocknen auf. Während des Trocknens, und wenn sie ganz trocken sind, werden sie zwischen den Händen sanft gerieben, bis sie weich werden, und wieder Zug bekommen. Ist dies geschehen, so bürstet man sie mit einer weichen Bürste, bis das Leder wiederum rauh und wollicht wird.

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(K002b/555 – Nro.18)


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